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Reisebericht Peking und Shaolin-Kloster 1999 |
Susanne, 13, sandte uns diesen Bericht über ihre China-Reise 99: AM ABEND sind wir mit dem Taxi zum Nachtmarkt gefahren. Das war echt einmalig. Eine ganze Straße lang war ein Essenstand neben dem anderen. Man konnte die verschiedensten Gerichte essen. Von Tintenfischen, Froschschenkeln und Wachteln am Spieß bis zu gebackener Milch und breiigem Tee. Auf dem Nachtmarkt war auch ziemlich Betrieb und es wurde manchmal wirklich eng, aber es war ein spannendes und seltenes Erlebnis. Den nächsten Tag hatten wir frei. Es war an diesem Tag über 40°C und auch sehr drückend. Zum Abendessen haben wir uns getroffen und haben wieder in dem Straßenlokal gegessen. Was es immer zu Trinken gibt, ist heißer Tee (grüner Tee, Jasmintee,...) und meistens auch chinesisches Bier, das aber sehr mild ist. Außerdem findet man in jedem größerem Lokal eine riesige Klimaanlage die zwar wenn man aus der Hitze kommt sehr angenehm ist, wobei man sich aber sehr leicht erkälten kann. Am nächsten Morgen sind wir auf einen Flohmarkt gefahren, den es nur sonntags gibt. Danach haben wir den "Himmelstempel" besichtigt. Nach dem Mittagessen haben wir uns die "Verbotene Stadt" angesehen. Einmal zu sehen, wo die Kaiser gelebt haben war wirklich spannend. Aber da es einfach ein riesiges Gelände war, haben einem nach einiger Zeit echt die Füße weh getan. AM ABEND haben wir uns die Akrobatikshow Chinese Soul angesehen. So etwas live zu sehen war wirklich atemberaubend und unvorstellbar. Am nächsten Tag haben wir eine Tour durch das alte Peking gemacht. Wir sind mit der Rikscha zur "Residenz des Prinzen Gong" gefahren und danach zu den alten Hutong-Gassen. Dort haben wir bei einer chinesischen Familie zu Mittag gegessen. Es ist wirklich sehr interessant einmal zusehen wie eine Familie auf engstem Raum und unter einfachen Verhältnissen lebt. Es war wieder einmal sehr lecker. Am Abend sind wir dann Peking-Ente essen gegangen. Das war wirklich der reinste Wahnsinn. Man hat nicht nur gelernt wie man Peking-Ente richtig ißt, sondern es gab auch die verrücktesten Sachen zu essen. Z.B. Hühnerfüße, Schweineohren, Schlangenfleisch, Wachteleier, Flußaal, Schlangenhaut, Suppe vom Schwarzen Huhn, Schlangensuppe, Seegurken, Magen und dann gab es noch Schlangenblut und Schlangengalle zu trinken. Wenn man sich das alles anhört, ekelt man sich sicher im ersten Moment, aber manches hat gar nicht so schlecht geschmeckt. Und es war so viel, daß gar nicht alles auf den Tisch gepaßt hat. AM NÄCHSTEN TAG haben wir dann einen Ausflug zur "Großen Mauer" bei Simatai gemacht. Das war echt der reinste Abenteuertrip. Erstmal sind dort nicht so viele Touristen wie man sich das vielleicht bei einem Mauerbesuch vorstellt. Und dann war das nicht einfach nur auf der Mauer herumstolzieren, sondern da hieß es richtig klettern, Treppen steigen und schwitzen. Als wir dann endlich einen schmalen Weg wieder hinunter gelaufen sind, waren alle total verschwitzt und fertig. AM ABEND sind wir dann mit dem Nachtzug nach Zhengzhou gefahren. Gegen Morgen sind wir angekommen und sind sofort in unser Hotel gebracht worden. Nach einer kleinen Pause ging es mit dem Bus nach Wenxian. Dort haben wir dann eine Vorführung für Tai-Chi besucht, was sehr interessant war. Nach einem kurzen Mittagessen ging es dann weiter nach Chenjiagou, der Ursprungsort des Tai-Chi. Dort haben wir das Yang-Luchan-Haus besichtigt. Danach sind wir durch das Dorf gebummelt. Chenjiagou ist ein kleines Dorf auf dem Lande mit Naturstraße, Mais-und Baumwollbauern, vielen Kindern und schön traditionell dekorierten Hoftüren. Es war sehr interessant das einmal zu sehen. Danach sind wir zu unserem Hotel zurück gefahren.
AM NÄCHSTEN MORGEN sind wir zum Shaolin-Kloster gefahren. Unterwegs haben wir noch den taoistischen Zhongyue-Tempel besichtigt. Unsere Unterkunft war in der Tagou-Wu-Shu-Schule. Am Nachmittag haben wir dann erst mal das in der Nähe liegende Shaolin-Kloster besichtigt. Eine Reise zum Shaolin-Kloster war schon seit langem mein Traum und nun hat er sich endlich erfüllt. Es war echt spitzenmäßig. Danach haben wir uns noch den Pagodenwald angesehen. Am nächsten morgen sind wir um 06.00.Uhr zu Fuß zur Boddhidharma-Höhle gelaufen. Man mußte 1265 Stufen steigen um zur Höhle zu kommen. Das war ziemlich anstrengend, aber man hatte eine gute Aussicht. Danach gab es in der Schule eine Vorführung. Kurz darauf hatten wir unser erstes Training. Das war für mich ein absolutes Highlight. DIE TRAINER haben sich viel Mühe mit uns gegeben und es hat sehr viel Spaß gemacht. Am nächsten Tag sind wir nachmittags mit der Seilbahn zum zweiten Vorfahrenkloster gefahren. Tagsüber hatten wir dann wieder Training. Am nächsten Tag hätten wir normalerweise eine Ganztagsbergtour gemacht, aber da es geregnet hat, haben wir trainiert und sind im Dorf herumgelaufen. Am nächsten Tag haben wir dann die Bergtour gemacht. Oben auf dem Berg war ein einsames Kloster. Man hatte eine super Aussicht, nur manchmal ist etwas Nebel aufgezogen, aber es war sehr schön. Am nächsten Morgen war dann leider Abreise von der Schule. Vorher hatten wir noch Training und jeder hat eine Urkunde bekommen. Danach sind wir in Richtung Luoyang gefahren. Wir haben uns dort den "Tempel der Weißen Pferde" angesehen. Nach einem Mittagessen haben wir die "Longmen-Grotten" besichtigt. Es war schon faszinierend die fast 100 000 Buddhastatuen in über 2000 Höhlen zu sehen (natürlich nicht alle.)
AM ABEND sind wir dann mit dem Nachtzug zurück nach Peking gefahren. In Peking hatten wir noch zwei freie Tage, bevor wir wieder zurück geflogen sind. ICH KÖNNTE noch so viel schreiben was uns alles in Peking passiert ist, was wir noch alles gesehen und gegessen haben, über die Fahrweise auf Chinas Straßen, über die Rikschafahrten die wir gemacht haben, über die verschiedenen Vorführungen, über die Menschen die alle sehr freundlich zu uns waren, aber dafür bräuchte ich Stunden, wenn nicht sogar Tage. ES WAR ALLES einfach spitzenmäßig! Reisebetreuung, Abenteuer, Erlebnisse, Besichtigungen, Action ..., einfach alles war super gut. Die Reise war von der ersten bis zur letzten Minute ein pures Abenteuer mit vielen tollen unvergeßlichen Erlebnissen. Super war auch das wir nur eine sehr kleine Gruppe waren und uns somit der ganze Streß und der Massentourismus erspart blieb. EIN GROSSES LOB auch an unseren Reiseleiter Dr. Martin Rüttenauer der uns wirklich bei jedem Problem zur Seite stand und uns super gut durch China geführt hat. Also, wer wirklich einmal etwas erleben will, der sollte unbedingt diese Reise mitmachen. Es lohnt sich!
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