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TAICHI WUSHU PUSHHANDS REISEN

BLICK HINTER MAUERN
Wie eine Fotoreise zustandekam

Klaus J. Prior (2002)

LANDUNG mit Air China aus Frankfurt in Peking. Meine erste Reise ins Land der Mitte. China! Was erwartet mich? Was werde ich in der Hauptstadt erleben? Gebucht hatte ich eine Reise zum Kennenlernen des Landes. Das bedeutet: rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln. Packen und Reisen in eine andere Stadt, zu einer anderen Attraktion. Streß ohne Ende.

BEIJING. Wir fuhren mit dem Bus ins Hotel. Mauern, grau, verschlossen für uns. Abweisend. Das war mein erster Eindruck.

ALS KAMERAMANN hatte ich viele Städte in Europa besucht. Irgendetwas hatte mich bei der Landung des Fliegers immer fasziniert. Hier jedoch war die Abweisung total. Wer sollte mir das Leben hinter den Mauern zeigen? Die Sprache spreche ich nicht. Wie komme ich zu den Menschen?

DER BUS vom Flughafen fährt mich - uns - direkt zum Hotel. Am nächsten Morgen Pflichtprogramm, Verbotene Stadt. Ich will hinter die Kulissen dieser Stadt schauen. Peking ist China, enorm viel gibt es in diesem Mikrokosmos. Es muß möglich sein, hineinzublicken. Auch hier gibt es Gefühle, andere Sichtweisen, menschliche Situationen.

AM NÄCHSTEN MORGEN. Mit dem Bus fahren wir an Mauern vorbei, auf großen Hauptstraßen. Deutsche Botschaft, chinesische Banken, internationale Namen. Weiter. Zum Sommerpalast.

ICH MÖCHTE Peking hinter den Kulissen erleben. Die gut deutsch sprechenden und freundlichen chinesischen Reiseführer schauen auf die Uhr. Keine Zeit! Sie haben das vorgeschriebene Programm zu erledigen. Wir treffen uns wieder um 12.30 Uhr. Geht leider nicht anders.

STELLE FEST: bin doch Individualist. Wieso? Durch die Fotografie. Macht mich zum Individuum. Ist halt so. Wie lerne ich Peking hinter den Kulissen kennen?

ABENDS ZURÜCK IM HOTEL. In der Bar. Durch "Zufall" lerne ich einen Deutschen - Dr. Rüttenauer - kennen. Wir reden. Am nächsten Tag bin ich aus dem offiziellen Programm einfach mal ausgestiegen und habe mich dem Doc mal anvertraut. Peking - Beijing - ich denke, das wars! Was für ein Glück. So entstand die Idee zu unserer Fotoreise. Beijing aus anderer Sicht zu zeigen und durch das Bild die Sichtweise zu verändern.

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