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Kungfu, Kung-Fu, Gongfu
Wushu
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Wu Mei Ling: Tiger-Kungfu
Pascal Rüttenauer: Adler-Kungfu
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Training für Körper und Geist
Spaß haben mit einer ästhetischen Bewegungskunst, die sich in der langen Geschichte Chinas auf der Grundlage von Meditation, Kampfkünsten und chinesischen Gesundheitslehren entwickelt hat - das ist Wushu!
Von der Wortbedeutung her eigentlich "Kampf-Kunst", führt Wushu doch wesentlich über den Aspekt der Selbstverteidigung hinaus. Es ist ein Wellness-Training für den ganzen Körper und für fast jedes Alter - auch "over forty" kann man noch mit Freude ins Wushu einsteigen. Das liegt an seiner Vielseitigkeit: Kraft, Schnelligkeit, Ausdruck, aber auch Bewegungen, die ins Tänzerische oder Akrobatische gehen, sind der Fundus für ein persönliches Trainingsprogramm, vorausgesetzt, Sie haben eine gute Lehrkraft, die Ihren Körper als Maßstab nimmt!
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Wushu-Zentrum Konstanz 2008:
Kai-Christoph Stadler (l.), Pascal Rüttenauer (r.)
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Geschichtliches
Im Zentrum Chinas, am "Gelben Fluß", liegt die Provinz Henan. Dort steht die Wiege der chinesischen Kultur. Noch heute ist der Reichtum an Funden aus der Vorgeschichte und der Kaiserzeit überwältigend. In Henan, am Fuße des Songshan-Gebirges, wurde um das Jahr 500 n.Chr. das Shaolin-Kloster gegründet.
Der Legende nach soll dort der indische Mönch Bodhidharma, der den Chan-(Zen-)Buddhismus in China einführte, lange Jahre meditiert und den München zur Förderung ihrer körperlichen und geistigen Stärke die "Achtzehn Übungen der Lo-Han" beigebracht haben.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde im Shaolin-Kloster auf alten indischen und chinesischen Grundlagen eine große Zahl von Wushu-Stilen entwickelt und perfektioniert. In ihrer Vielfalt sind sie nicht leicht überschaubar. Heute sind rund 400 verschiedene Stile bekannt. Die meisten ostasiatischen Kampfsportarten sind aus dem Shaolin-Wushu entstanden.
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Stefan Schärer, Wu Mei Ling, Urs Krebs
Pfingstlager in Saanen 2006
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Wushu-Stile
Grundlegend ist die Unterscheidung in Süd-Shaolin und Nord-Shaolin-Wushu. Der unterschiedliche Körperbau der Menschen ließ unterschiedliche Bewegungsformen entstehen. Aber auch der Boden spielte eine Rolle: ein Bauer in den Reisfeldern des Südens konnte sich schlecht mit akrobatischen Sprüngen und langen Beintechniken verteidigen; er mußte sein Gleichgewicht sichern und kurzen, starken Techniken den Vorzug geben. Bekannte Süd-Shaolin-Stile sind Hung Kuen, Choy Li Fat, Wing Chun.
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Wu Mei Ling, Südfaust
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Im Norden dominieren lange Techniken und Beinarbeit. Bekannte Nord-Shaolin-Stile sind Changquan (Lange Faust), Tan-Tui-Kung-Fu (Langes Bein), Ditang Quan (Boden-Kung-Fu).
Eine alte Besonderheit sind die Tierstile, wie Kranich, Schlange, Tiger und viele andere.
Wushu ist im weiteren Sinne übrigens ein Oberbegriff für alle chinesischen Bewegungsformen, die auf Kampfkünste zurückgehen. Neben den vielen hundert Spielarten des Wushu im engeren Sinne ("Kung-Fu") umfaßt Wushu in diesem Sinne auch Taichi (taijiquan, Tai Chi Chuan) und verwandte Künste.
Wushu ist auch der offizielle Begriff der VR China für Kung-Fu. Wushu hat in den letzten Jahren auch in China eine ungewöhnliche Renaissance erlebt und kann, auch auf dem Hintergrund der chinesischen Geschichte, wohl mit Recht als der chinesische Nationalsport bezeichnet werden. Wushu wird heute in China von weit über 70 Millionen Menschen ausgeübt.
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Pascal Rüttenauer, Jianshu (Schwertkunst), 2007
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Wushu als Sport
besteht aus einigen Standarddisziplinen, die jeder Wettkämpfer beherrschen muß, und einer großen Zahl von "freien" und "traditionellen" Disziplinen.
Die wichtigsten Disziplinen des Wushu sind:
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Nanquan
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Südfaust (Süd-Shaolin)
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Changquan
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Lange Faust (Nord-Shaolin)
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Jianshu
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Schwert-Formen |
Gunshu
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Langstock-Formen |
Daoshu
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Säbel-Formen |
Qiangshu
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Speer-Formen |
Duilian
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Partner-Formen |
Ziweishu
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Selbstverteidigung
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In der Wushu Akademie
wird zunächst Süd-Shaolin-Kung-Fu unterrichtet, in der Tradition der Familie Wu nach Meister Wu Shao-Quan sowie Wu Mei Ling und Wu Runjin.
Fortgeschrittene lernen Nord-Shaolin-Formen. Langstock-, Säbel-, Schwert- und Speertechniken kommen hinzu. Besonders Interessierte haben die Möglichkeit, weitere, auch ausgefallene Stile und Waffenformen aus dem gesamten Bereich des Wushu zu lernen.
Gürtelprüfungen o.ä. gibt es nicht. Diese sind nach chinesischer Tradition nicht üblich - im übrigen denken wir, daß Freizeit ohne Prüfungsstreß mehr Vergnügen bereitet.
Auch eine Teilnahme an Turnieren, Wettbewerben oder unserem Show-Team ist völlig frei. Wer dazu Lust und Talent verspürt, wird gerne von uns entsprechend gefördert.
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